Legale oder illegale Immobilie auf Mallorca? Das musst Du wissen
Bestandsschutz – Inselrat ermöglicht Nachlegalisierung illegaler Bauten auf Mallorca
Die „Agentur zur Verteidigung des Territoriums“ überwacht die Rechtmäßigkeit von Bauten auf Mallorca und greift bei Verstößen konsequent durch – von Bußgeldern bis hin zu Abrissverfügungen. Daher ist es für Käufer und Verkäufer entscheidend zu wissen, ob eine Immobilie legal ist. Hier erfährst Du alles Wichtige, damit Du auf der sicheren Seite bist.
Was ist eine legale Immobilie?
Eine Immobilie ist legal, wenn sie gemäß den Bauvorschriften der Gemeinde errichtet wurde. Diese Vorschriften regeln z. B. Grenzabstände, Bauhöhe und Nutzfläche. Wichtig ist, dass ein ordnungsgemäßer Bauantrag gestellt, eine Genehmigung erteilt und die Immobilie nach Fertigstellung durch die Bauaufsicht abgenommen wurde.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Immobilie durch die sogenannte Neubauerklärung („Final de obra“) ins Grundbuch eingetragen. Bevor Du kaufst, lass unbedingt prüfen, ob der bauliche Zustand mit dem Grundbuch übereinstimmt und keine Verfahren wegen Bauverstößen laufen. Ein Anwalt kann Dir dabei helfen.
Was ist eine illegale Immobilie?
Ein Gebäude ist (ganz oder teilweise) illegal, wenn es ohne Genehmigung errichtet wurde. Auf Mallorca ist das gar nicht so selten, da Bauanträge oft teuer sind und Verstöße in der Vergangenheit kaum geahndet wurden.
Kann man ein illegales Haus legalisieren?
Ja, das ist möglich, wenn das Gebäude den geltenden Bauvorschriften entspricht. Dafür musst Du einen nachträglichen Bauantrag stellen und mit einer Strafe rechnen. Sobald diese bezahlt ist, gilt das Gebäude als legal.
Bestandsschutz: Was bedeutet das?
Innerhalb städtischer Gebiete (zonas urbanas): Gebäude genießen nach acht Jahren Bestandsschutz, wenn kein Verfahren wegen Bauverstößen läuft.
Auf ländlichem Boden (suelo rústico): Seit 2017 gibt es für neue Gebäude keinen Bestandsschutz mehr. Für Bauten, die vor 2018 mindestens acht Jahre alt waren und keine Verstöße aufwiesen, kann Bestandsschutz greifen.
Wichtig: Bestandsschutz bedeutet nicht Legalisierung. Das Gebäude bleibt illegal, ist aber vor einem Abriss geschützt.
Was änderte sich ab 2024?
Mit dem Dekret 3/2024 wurde die Legalisierung illegaler Bauten auf ländlichem Boden erleichtert. Selbst wenn die Verjährungsfrist abgelaufen ist oder das Gebäude nicht den aktuellen Vorschriften entspricht, gibt es jetzt eine neue Chance.
Das musst Du tun:
Bestandspläne einreichen und Baukosten kalkulieren lassen. Gebühren zahlen: Im ersten Jahr beträgt die Strafe 10 % der Baukosten, im zweiten Jahr 12,5 %, im dritten Jahr 15 %. Umweltmaßnahmen nachweisen – ein Architekt oder Anwalt kann Dich dabei unterstützen. Die Frist beträgt drei Jahre. Je schneller Du handelst, desto niedriger sind die Kosten!
Win-Win-Situation für alle
Eigentümer können ihre Immobilien legalisieren und zu besseren Preisen verkaufen. Gleichzeitig profitieren Gemeinden von zusätzlichen Einnahmen und Energieeffizienzmaßnahmen. Wenn Du also betroffen bist oder Fragen hast, zögere nicht, uns zu kontaktieren. Wir helfen Dir gerne weiter.

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