¡TODO! Mallorca - Blogbeitrag / Schweizer auf Mallorca: Kein Visum — aber was dann?

Schweizer auf Mallorca: Kein Visum – aber was dann?

Du hast einen Schweizer Pass und träumst davon, auf Mallorca zu leben. Die gute Nachricht zuerst: Ein Visum brauchst du nicht. Die etwas weniger gute: Es gibt trotzdem ein paar Dinge, die du kennen solltest, bevor du einfach einpackst und losfährst.

Brauche ich als Schweizer ein Visum für Spanien?

Nein. Schweizer Staatsangehörige können ohne Visum nach Spanien einreisen — und das gilt auch für einen längeren Aufenthalt auf Mallorca. Das klingt einfacher als es ist, denn die Schweiz ist kein EU-Mitglied. Trotzdem gibt es ein Abkommen, das Schweizern in Spanien eine ähnliche Stellung wie EU-Bürgern einräumt.

Kurz gesagt: Am Flughafen winkt niemand mit einem Visumsformular.

Was ist dann die 90-Tage-Grenze?

Hier wird es konkret. Ohne weitere Formalitäten darfst du dich bis zu 90 Tage in Spanien aufhalten. Das reicht für einen langen Sommer oder einen ausgedehnten Winteraufenthalt.

Wer aber dauerhaft auf Mallorca leben möchte — also mehr als drei Monate am Stück —, muss sich registrieren lassen. Ab diesem Punkt kommst du um die Residencia nicht herum.

Was ist die Residencia, und brauche ich sie?

Die Residencia ist deine offizielle Meldung als Einwohner in Spanien. Sie belegt, dass du hier legal und dauerhaft lebst. Ohne sie bist du nach 90 Tagen schlicht nicht mehr legal vor Ort — auch wenn du keinen Schengener Stempel im Pass hast.

Mit der Residencia bekommst du außerdem Zugang zu Dingen, die du im Alltag schnell brauchst: Gesundheitskarte, Bankkonto, Führerscheinumtausch, und vieles mehr.

Für Schweizer läuft das über das Formular EX-18 — dasselbe, das auch EU-Bürger nutzen.

Besonderheit für Rentner

Schweizer Rentner, die ihren Wohnsitz nach Spanien verlegen, sind grundsätzlich weiterhin in der Schweiz krankenversicherungspflichtig. Wer sich stattdessen in Spanien versichern möchte, kann das sogenannte Optionsrecht nutzen — muss das aber aktiv bei der Gemeinsamen Einrichtung KVG in Olten beantragen.

Wer in der Schweiz versichert bleibt, weist das gegenüber der spanischen Seguridad Social mit dem S1-Formular nach — und hat damit Anspruch auf Leistungen des spanischen Gesundheitssystems.

Unser Tipp aus der Praxis: Das klingt komplizierter als es ist, aber die Fristen und Formulare sollte man kennen, bevor man den Umzug fix macht. Wir helfen dabei, den richtigen Weg zu finden.

Und die NIE-Nummer?

Die NIE-Nummer (Número de Identidad de Extranjero) brauchst du, sobald du in Spanien irgendwas Offizielles vorhast: ein Konto eröffnen, eine Wohnung kaufen oder mieten, ein Auto ummelden. Sie ist deine persönliche Steuernummer — und ohne sie läuft wenig.

NIE-Nummer und Residencia sind zwei verschiedene Dinge, auch wenn sie oft in einem Atemzug genannt werden. Die NIE-Nummer kann man auch als Nicht-Resident beantragen, die Residencia setzt einen geplanten Daueraufenthalt voraus.

Was ist der typische Weg für Schweizer, die auf Mallorca leben wollen?

Aus unserer Praxis sieht es meist so aus:

Zuerst kommt die NIE-Nummer — damit du überhaupt handlungsfähig bist. Dann, wenn klar ist, dass der Umzug kommt, folgt die Residencia. Beides lässt sich parallel anpacken, wenn der Zeitplan eng ist.

Unser Tipp aus der Praxis: Fang früh an. Die Termine bei der Extranjería (der zuständigen Ausländerbehörde) sind begehrt, und Wartezeiten von mehreren Wochen sind keine Seltenheit. Wer im April auf Mallorca leben möchte, sollte im Januar anfangen, sich zu kümmern.

Macht ¡TODO! das für mich?

Genau das ist unser Job. Wir begleiten dich durch den gesamten Behördenweg — von der NIE-Beantragung bis zur Residencia. Wir wissen, welche Unterlagen wirklich gebraucht werden, welche Formulare zum Einsatz kommen (EX-15 für die NIE-Nummer, EX-18 für die Residencia) und wie man den Papierkram so zusammenstellt, dass beim Termin nichts fehlt.

Steuerliche Beratung übernehmen wir dabei nicht — dafür haben wir verlässliche Partner auf der Insel, an die wir dich gerne weitervermitteln.

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